Ressource Exkursion und Workshop zu lokalen Ressourcen und Materialien: Vom Einsatz des Bodens, Wassers und der Pflanzen im Siedlungsraum, von natürlicher Kreislaufwirtschaft in der Siedlungsentwicklung. Eine Fahrrad-Exkursion durch die Vorarlberger Gemeinden Hohenems, Koblach und Rankweil.
STADT HOHENEMS
Amt der Vorarlberger Landesregierung
Den Auftakt bildete das neue Rathaus in Hohenems, das mit dem Vorarlberger Holzbaupreis 2025 ausgezeichnet wurde. Das Gebäude überzeugt durch sein zukunftsweisendes Konzept, das Architektur, Nachhaltigkeit und Regionalität verbindet und selbst die tierischen Nachbarn nicht vergisst: In die Fassade integrierte Nistkästen bieten Fledermäusen einen geschützten Lebensraum.
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Auch die Parkanlage des Rathausquartiers wurde behutsam erneuert. Bewährtes blieb erhalten, während neue Elemente, wie eine Fassadenbegrünung zur Förderung der Biodiversität, harmonisch ergänzt wurden. So bleibt der Ort ein einladender Platz: im Schatten der alten Linde, in der Grotte oder auf dem Weg zur Marktstraße.
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Die Marktstraße wurde gemeinsam mit dem umliegenden Quartier neu belebt. Der Verkehr wurde umgeleitet, das Kleingewerbe gestärkt, Straßenbäume gepflanzt und Asphalt durch Pflaster ersetzt. Ein Beispiel dafür, wie Bürgerbeteiligung gelungene Raumplanung ermöglicht.
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Weiter ging es zum Weltacker. Würde die global verfügbare Ackerfläche gerecht verteilt, stünden jedem Menschen rund 2.000 m² zur Verfügung - genug, um alle zu ernähren. Wie eine faire und sichere Lebensmittelversorgung der Zukunft aussehen könnte, zeigt der 1.500 m² große Weltacker neben dem Collini-Areal. Jürgen Mathis vermittelt dort anschaulich, wie wertvoll jeder einzelne Quadratmeter Boden ist.
GEMEINDE KOLBACH
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Auf dem 1.000 m² großen Dach des Kindergartens Ried konnten wir anschließend sehen, wie Biodiversität und erneuerbare Energie Hand in Hand gehen. Bauamtsleiter Hannes Oberhauser führte durch die verschiedenen Vegetationsflächen und Substrate. Für die Begrünung wurde artenreiches Mähgut aus der Umgebung verwendet.
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Beim Biohof Wegwarte wurden wir mit einem köstlichen, liebevoll zubereiteten Mittagessen erwartet. Stefan Keckeis erklärte uns, wie guter Kompost entsteht und dass man sogar riechen kann, wann er reif ist.
GEMEINDE RANKWEIL
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In Rankweil wurde die Montfortstraße zur Fahrradstraße umgestaltet. Zwischen vielen kleinen Naturinseln wimmelt es vor Leben: Wildblumen, Gräser und Totholz schaffen wertvolle Habitate für Insekten und Kleintiere. Die extensive Pflege bietet Rückzugsorte für zahlreiche Arten und zeigt, wie Natur und Mobilität miteinander kombiniert werden können.
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Auch das Areal der Häuslevilla beeindruckte: Entsiegelte Flächen, natürliche Strukturen, kühle Rückzugsorte im Sommer und Lebensräume für Igel und andere Tiere. Ein gelungenes Zusammenspiel von Natur und Kultur.
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Die letzte Station der Exkursion war am Bahnhof Rankweil, wo Parkflächen entsiegelt und mit heimischen Saatmischungen und Gehölzen begrünt wurden. Ein Beispiel dafür, wie „Parken im Grünen“ funktionieren kann: artenreich und ökologisch wertvoll.
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Den Abschluss bildete der Workshop zum Thema Ressource, zurück im Hohenemser Rathaus.
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