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Mai 2026 | Wasser

05. 05. 2026 · 08:00

Wasser Workshop zur Integration des Wassers in den Siedlungsraum, vom Regentropfen über Dachgärten bis zum Bach. Wie messen und gestalten? Prozesse und Werkzeuge. Exkursion zu Projekten der Stadt Memmingen (DE).


Diesmal folgten wir auf der Exkursion dem Wasser in der Stadt Memmingen – Anfang Mai 2026, inmitten eines besonders trocknen Frühjahrs, das den Wasserspiegel sogar hier außergewöhnlich sinken ließ. Die Stadt Memmingen ist eine von acht bayerischer Modellkommunen im Projekt „Klimagerechter Städtebau“ und hat schon 2022 ein Stadtklimakonzept veröffentlicht

© pulswerk

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Die Altstadt weist laut Messungen eines der höchsten Wärmebelastungen in der Stadt auf. Mehr Bäume und Wasser sind gefragt - auf Kosten von Stellplätzen und Individualverkehr. Zum Umgestaltungssprozess in der Altsadt informieren Caroline Huber und Felix Wiegand von der Umwelt- und Klima-Abteilung der Stadt.

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Für einen Monat hat die Stadt das mobile Grüne Zimmer gemietet, ein Veranstaltungsort, der die Wirkung von Grün in der Stadt direkt erlebbar macht. Aber auch ein Informationsort für das städtische Förderprogramm Klimaanpassung, Dach- und Fassadenbegrünung und vieles mehr.

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Schwammstadtbäume - Wie herausfordernd die Setzung von Bäumen in der Altstadt ist, davon erzählt Urs Keil, Leiter des Tiefbauamts: Neben den zahlreichen unterirdischen Kabeln und Leitungen, oberirdischen Sicherheitsaspekten beim Brandschutz sowie Festplatzaktivitäten, die die Standortfindung für Bäume in der Altstadt recht schwierig gestalten, ist die Versorgung der Bäume mit ausreichen Wurzelraum und Wasser eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen.

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Spezielles formstabiles Substrat im Wurzelraum sowie eine direkte Wasserversorgung über ein Ringwassersystem unterstützen ein gesundes Wachstum der neu gesetzten Bäume. Spannend, wie auf einfache mechanische Weise zwischen Winter- und Sommerbetrieb umgestellt werden kann, um die winterliche Salzbelastung zu vermeiden.

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Das neue kombinierte Hallen- und Freibad bringt einen ganz neuen Aspekt des Themas Wasser auf den Plan. Über 2.200 m² Wasserfläche bietet das neue Bad mit zahlreichen Wasserbecken innen wie außen. Vor allem im Hallenbad gilt es, den Energiebedarf so gering wie möglich zu halten. So ist das neue Kombibad in Passivhausbauweise ausgeführt, nutzt Grundwasser–Wärmepumpen und Photovoltaik auf dem Dach und hält den Energieverlust durch Verdunstung durch ein intelligentes Lüftungssystem extrem niedrig. Ein Blick in die Wasseraufbereitungstechniken im Keller zeigt dann auch den verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser. Vielen Dank für den Einblick an Doreen Seeberger, Raphael Vibert und Juan Bancalari.

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Zu guter Letzt ging es in das Benninger Ried, einem kalkigen Flachmoor, in dem das sonst so reichhaltig vorkommende Grundwasser zum Teil zu Tage tritt. Voll in Blüte steht die hier endemisch vorkommende Riednelke (Armeria maritima subsp. purpurea). Vielen Dank an Ferdinand Fehler für die kompetente Führung durch das sumpfige Gelände.

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Zusammenfassend haben sich die Teilnehmenden auf eine spielerische Einlage zum Thema Wasser eingelassen. Eine unterhaltsame Art zu erfahren, was Mitspielende an Maßnahmen zur wassersensiblen Entwicklung für sinnvoll halten.